Donald Trump demontiert sich selbst – sobald man ihm zuhört. Gleiches gilt für George W. Bush, rassistische Republikaner oder die homophobe Kirche Amerikas. Eliot Weinberger führt sie alle vor: Er hat über die letzten 20 Jahre Politikerzitate gesammelt, in zehn Essays kombiniert und collagiert er sie brillant mit Nachrichtenauszügen. Die Chronik einer Demokratie im Abseitsstrudel, präzise, originell, bissig.

Neulich in Amerika von Eliot Weinberger ist beim Berenberg Verlag erschienen und wurde übersetzt von Beatrice Faßbender, Eike Schönfeld und Peter Torberg.

Fazit von Jörg Petzold:
„Dieses Buch tut weh. Ich konnte es nur in Häppchen lesen – und trotzdem habe ich zu kämpfen gehabt mit Fassungslosigkeit und krasser Desillusionierung.
Was Weinberger über Bush jr., den Irakkrieg, die Republikaner im allgemeinen und speziellen und natürlich über Trump zusammengetragen hat, raubt jede romantische Vorstellung, dass da demokratische, nachvollziehbare Prozesse abgelaufen seien, die dem Wohle der Allgemeinheit dienten.
In Bezug auf die kommende Wahl ist das eine sehr gute Vorbereitung!“

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