Feministin sein und gleichzeitig Eminem abfeiern – für Autorin Antonia Baum eigentlich ein Widerspruch. Seine Texte sind problematisch, homophob, frauenfeindlich. Trotzdem war er mal Antonias größtes literarisches Vorbild – und beeinflusst ihr Schreiben bis heute. Was also machen, mit diesem problematischen Favourite und den Abschnitten der eigenen popkulturellen Biografie, die man inzwischen am liebsten ausklammert? Das erörtert Antonia Baum komprmisslos und hochpersönlich.

Eminem von Antonia Baum ist Teil von Musikbibliothek des Kiwi Verlags.

Fazit von Jörg Petzold:
„Es ist wirklich einiges passiert in den letzten 20 Jahren. Das zeigt Antonia Baum sehr komplex und überzeugend. Dass man sich nämlich nicht mehr mit Frauen- und Schwulenfeindlichkeit im Rap arrangieren muss – mag er auch noch so gut sein -, um selbst erfolgreich zu werden oder seinen eigenen Ton zu finden. Eminem hat früher Antonia Baum munitioniert für ihre Auseinandersetzung mit Familie und Gesellschaft. Jetzt und hier versorgt sie uns dankenswerterweise mit Argumenten für eine starke Haltung in den aktuellen Diskursen.“

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