Mit 150.000 verkauften Exemplaren direkt am ersten Tag ist das Spiel Loop Hero zum Überraschungserfolg aufgestiegen. FluxFM-GameBoy Ron Stoklas hat das Spiel in Retro-Pixel-Optik mit Fantasy-Setting getestet.

Der Daddeltipp zum anhören:

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Eine Welt im Chaos

Und plötzlich herrscht Dunkelheit: die Welt des Games Loop Hero wurde vom magischen Skelettwesen Lich ins Chaos gestürzt und in eine Welt ohne Zeit und Erinnerungen verwandelt. So geht es auch eurer Figur. Die erwacht auf einem Steinpfad. Bis auf Monster in Schleimtropf-Optik nichts. Also lauft ihr los – als kleines pixeliges weißes Symbol den Pfad entlang. Bis ihr wieder am Anfang seid, und direkt weiterlauft. Es ist ein Rundkurs, der namensgebende Loop.

Allein gegen unzählige Monster

Euer Held läuft die Strecke automatisch ab. Begegnet ihr einem Monster ist Flucht keine Option. Es wird gekämpft, ebenfalls automatisiert, ohne das ihr eingreifen könnt. Anfangs mit bloßen Fäusten, sammelt ihr Waffen, Ringe, Schilde und Rüstungen ein, die besiegte Gegner fallen lassen. Diese besitzen unterschiedliche Stärkegrade und Boni, zum Beispiel eine automatische Lebensregenation. Neben Schleimmonstern warten im Lauf des Spiels u.a. Goblins, Vampire und Banditen auf euch. An eure Ausrüstung solltet ihr euch nicht gewöhnen: Jede neue Loop-Strecke startet ohne Schwert und Skills. Es geht immer und immer wieder von null los.

Worauf ihr trefft, liegt bei euch. Die Monster lassen Karten fallen, mit denen ihr die Welt gestaltet – darunter Wälder in denen Wölfe leben, Schatzkammern, die Ressourcen liefern, oder Wiesen, die euch heilen. Ihr müsst die richtige Balance finden – setzt ihr zu früh zu viele Karten, sterbt ihr schneller als ihr endloser Loop sagen könnt.

Grafik mit 80er-Feeling

Optisch ist das alles minimalistisch gehalten: Gebäude, Gegner und eure Figur seht ihr in Pixelgrafik. Die könnte aus einem 80er-Jahre Spiel für die Amiga- oder Atari-Konsole stammen. Anders ist es, wenn Figuren ins Gespräch kommen - zu lesen in deutschen Dialogen. Hier seht die Figuren in toll gezeichneten Bildern. Das alles immer eingerahmt von einem coolen Chiptune-Soundtrack.

Ein verdienter Hype

"Ach, eine Runde geht schon noch", ein Satz, den ich nach jeder noch so knapp überlebten Runde im endlosen Loop gesagt habe. Eigentlich sind Deck-Builder-Games gar nicht meins, in Loop Hero habe ich mich aber verliebt. Es ist ein tolles Spiel, gut ausbalanciert und mit viel Retro-Charme versehen. Ein Spiel, dass den Hype wirklich verdient hat.

Loop Hero von Entwicklerstudio Four Quarters  und Devolver Digital ist für den PC erschienen. Kostenpunkt: knapp 15 Euro.

Daddeltipp

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