Im pulsierenden Atlanta, Mitte der 50er Jahre, wird der Herausgeber der wichtigsten afroamerikanischen Zeitung, Arthur Bishop, erschossen. Gefunden wird er vom ehemaligen schwarzen Cop Tommy Smith, der jetzt als Reporter arbeitet. Die von rassistischen Strukturen durchzogene Polizei stellt ihn sofort unter Mordverdacht. Um sich zu entlasten, beginnt Tommy selbst zu recherchieren, wer Arthur Bishop mundtot machen wollte. Währenddessen wächst die Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King und die Stimmung in der Südstaatenhauptstadt lädt sich immer weiter auf. Thomas Mullen beschließt seine Darktown-Triologie mit einem brandaktuellen Krimi über Rassismus und Gerechtigkeit.

Lange Nacht von Thomas Mullen ist im Dumont Verlag erschienen und wurde übersetzt von Berni Mayer.

Fazit von Jörg Petzold:
„Ich hatte euch schon die ersten beiden Teile dieser Trilogie vorgestellt. Die Mischung aus Krimi und Gesellschaftsportrait der USA in den 50ern gefällt mir gut. Dieser Teil ist aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was es nochmal spannender und vielschichtiger macht. Alle drei Teile zeigen in aller Härte den Rassismus jener Zeit, der leider die Grundlage ist für heutige Zustände. Der klare knackige Stil des Buches macht es einem leicht beim Lesen – die Härte der Vorgänge ist oft schwer zu ertragen.“