Konservative Männlichkeitsideale beengen und unterdrücken -- auch Männer: Das hat JJ Bola in seiner Kindheit und als Sozialarbeiter aus erster Hand erlebt. Für Jungs ist es unmöglich, das überholte Männerbild und die Erwartungen unserer modernen, offenen Gesellschaft an sie zusammenbringen. Das Resultat der Gefühlsachterbahn: Psychische Probleme, Aggression, Gewalt. JJ Bola hat deshalb das Buch geschrieben, das er als Teenager gern gelesen hätte. Ein Plädoyer für mehr Verletzlichkeit, nahbar und einfühlsam.

Sei kein Mann von JJ Bola ist bei Hanser Literaturverlage erschienen und wurde übersetzt von Malcolm Ohanwe.

Fazit von Jörg Petzold:
Das toxische Männlichkeit schadet, ist klar. Dass sie in hohem Maße diesen Männern selbst schadet, gehört schon nicht mehr selbstverständlich zur allgemeinen Überzeugung.
„Sei kein Mann“ zeigt sehr persönlich und strukturiert und fundiert die Problematik einer engen, ausgrenzenden Geschlechterdefinition auf und stellt auch manche selbstgerechte Gegendefinition in Frage.
Ein wunderbares Plädoyer für eine unbedingte Vielfalt der Männlichkeiten, für Emotonalität und Wohlwollen.

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